I’m back: Rückblick auf 2008, Ausblick auf 2009

So, endlich bin ich wieder im Web mit meinem Blog vertreten nachdem mein letzter Versuch aus dem April diesen Jahres mit dem CMS Joomla letztlich daran gescheitert ist, dass ich die Ordnerstruktur auf meinem Server verändern musste und die Joomla-Installation dadurch zerschossen wurde…D’oh! Daraufhin hatte ich erst einmal keinen Nerv mehr mich um eine komplette Neuinstallation zu kümmern….

Wirklich viel Zeit zum Bloggen hatte ich im laufenden Semester aber ohnehin nicht, da ich mir ein richtig dickes Arbeitspaket geschnürt hatte…Neben den Pflichtfächern, die dieses Semester deutlich mehr Zeit beanspruchen als noch im ersten Semester, hatte ich mich noch in die WPVs (Wahlpflichtveranstaltungen) Spanisch 2 und GLF Campus TV eingetragen. Doch dem nicht genug: Ich bin nun auch noch studentische Aushilfskraft an der Fakultät DM. Außerdem hatte ich durch den Job des Haus-X und des Getränkekassenfuxes im Rahmen der Horlogia ein gutes Mehr an Arbeit und Verantwortung. Und zusätzlich bin ich ja auch in diesem Semester wieder Semestersprecher und darf im Namen meiner Kommilitonen mit den Profs kommunizieren, Termine absprechen und so weiter…

Wenn ich durch die ab dem 26.01. startende Prüfungsphase bin und alles halbwegs glatt gelaufen ist, mache ich erstmal drei Kreuze…und danach zwei Wochen Urlaub in den Staaten. Mit meiner Freundin plane ich nämlich für zwei Wochen New York und (ihren ehemaligen Austauschort) Dallas unsicher zu machen! Auf dem Plan steht: Shoppen und Sightseeing in New York, mehrere NBA-Spiele (u.a. 76ers @ Knicks im Madison Square Garden, Spurs @ Mavs im American Airlines Center und Suns @ Rockets im Toyota Center), Texas-Sightseeing (Dallas, Fort Worth, Austin, Houston, San Antonio…), American Lifestyle!

Zurück in Deutschland steht dann ab Mitte März sofort mein Praxissemester an, was ich bei einer noch nicht feststehenden aber sicher super interessanten Firma absolvieren darf! Da freue ich mich schon richtig drauf. Bewerbungen gingen um die 10 an der Zahl raus, lieber Qualität statt Quantität. Jetzt gilt es nur noch die Personaler und Entscheider von meiner eigenen Qualität zu überzeugen…Mein rein geographischer Favorit wäre Hamburg! Seit meinem Besuch zu unserem Dreijährigen Ende September habe ich die Stadt an der Elbe/Alster einfach in mein Herz geschlossen! Alternativen wären München, Frankfurt, Dresden, Bonn, Düsseldorf…Nun ja, mal schauen, worauf es im Endeffekt hinausläuft.

Dies nur als kleiner Ausblick auf 2009…Eigentlich sollte es in diesem Beitrag nämlich um einen kleinen Rückblick auf 2008 gehen, also los geht’s:

Januar: Ich beginne das Jahr mit dem Umzug nach Berlin bzw. Potsdam zu meinen Verwandten, bei denen ich während meines zweimonatigen Praktikums in der Online-Redaktion der Stiftung Warentest wohnen darf. Ich werde sehr nett aufgenommen, fühle mich schnell zuhause und vermisse das nicht vorhandene Internet abends gar nicht so sehr, da ich meist müde und geschafft vom Tag ins Bett falle. Der Morgen startet immer mit frischem Obst, einer Bus-Bahn-Fahrt von 1,5 Stunden, die ich mir täglich mit der Welt Kompakt oder verschiedenen Büchern und Musik oder Videos von meinem ARCHOS 605 WiFi versüße. Klappt ganz gut…Interessant auch, die verschiedenen Charaktere morgens in Bus und Bahn auf dem Weg in Deutschlands Hauptstadt zu beobachten.

Februar: Das Praktikum macht Spaß, meine Kollegen sind nett und ich schreibe Artikel und Specials für www.test.de. In meiner Zeit dort kriege ich auch die Planungen zur Änderung des Corporate Designs der TEST-Zeitungen mit…Es gibt geteilte Meinungen über das neue Logo und auch ich finde das Logo nicht unbedingt zu 100% gelungen, aber es ist bereits beschlossene Sache und überhaupt: Wen interessiert schon die Meinung eines Praktikanten? ;) Über Karneval jette ich per vollgepackter Benz-Vito-Mitfahrgelegenheit von Berlin ins Rheinland um den Geburtstag von meiner Freundin zu feiern…und natürlich Karneval! ;) Zurück fliege ich am Rosenmontag: Mit Germanwings und gut Blut im Alkohol. Ich schaffe es wirklich auf dem halbstündigen Flug einzuschlafen…und zum Glück auch wieder aufzuwachen. Mich erreicht der Zulassungsbescheid der FH Furtwangen…Ich freue mich, weiß aber nicht einmal, wo sich dieses Furtwangen überhaupt befindet.

März: Mit meiner Mutter im Schlepptau nehme ich die Wohnungssuche im tiefsten Schwarzwald in Angriff. Das Dorf (offiziell: Stadt) ist klein und in unserer temporären Unterkunft in ca.1200 Metern Höhe gibt es neben ca. 1,70m langen Betten (Hallo Martin Schmitt!), weder Internet noch Handyempfang um die Wohnungsangebote abzutelefonieren. Dies geschieht dann im Auto, während es kalt ist. Und regnet. Alle wollen, dass ich meine Möbel zuhause lasse und ihre antiken Schätze übernehme, aber Mama bleibt hart und will mich und mein Zeug endlich wieder aus dem Haus haben! Ich finde eine Prachtresidenz direkt gegenüber der Mensa und nur eine Minute Fußweg zu meinem zukünftigen Uni-Gebäude. Es handelt sich um das Haus der Freien Technischen Verbindung Horlogia zur Furtwangen, die mir natürlich prompt einen Knebelvertrag zum Eintritt unter die Nase halten und weil die zwei Jungs so sympathisch sind, unterschreibe ich! Wohnung gesichert [x], Seele an Studentenverbindung verkauft [x]. Die Uni fängt an und alles ist ganz anders als in Ilmenau…Unser Kurs ist nicht einmal 30 Leute groß und die Professoren kommen sehr offen, freundlich und motiviert rüber. Ungewohnt familiär ist auch, dass ich gleich in der ersten Woche von zwei Profs mit meinem Nachnamen angesprochen werde. Hallo Alle-In-Einem-Boot, Ciao Anonymität!

April: Ich plane an Ostern meine Freundin bei ihren Eltern in Franken zu besuchen, doch das Furtwangener Wetter macht mir mit einem anständigen Schneechaos fast einen Strich durch die Rechnung. Bundesbruder (ein Mitglied der Verbindung) Dagobert hilft mir aber aus und bietet mir an, mich auf seinem Heimweg nach Mannheim ein Stück mitzunehmen. Angenommen. Und ab geht die Rutschpartie, die Berge um Furtwangen rauf und runter! Ab Triberg dann nix mehr zu sehen von Schnee! Ab Mannheim fahre ich mit der Bahn, komme rechtzeitig an und Ostern ist gerettet! ;) Zurück fahre ich komplett mit dem Zug und werde im Schwarzwald wieder von der weißen Wand erwartet…Ich muss aufpassen, dass ich nicht denke, dies wär die transsibirische Eisenbahn und der nächste Halt Nowosibirsk. ;)

Mai: Uni läuft und es macht Spaß! Alles ist sehr schulisch angelegt mit festen Stundenplänen, kleinen Vorlesungsräumen und mehr Unterricht mit aktiver Mitarbeit als echte Vorlesungen. Ich besuche meine Familie in Hennef, um beim Abi-Ball meiner Schwester dabei zu sein. Glückwunsch nicht nur an sie sondern auch an meine Eltern: Ihr habt nun den Hattrick geschafft! Ich habe den Cinemizer von Carl Zeiss zum Testen zugeschickt bekommen, finde das Gerät aber nicht nur unmodisch da total klotzig, sondern auch noch technisch nicht sehr überzeugend!

Juni: Die Fußball-EM in Österreich und der Schweiz steht an. In Furtwangen steigt jeden Tag irgendwo eine Grillsession und Würstchen, Steaks und all die anderen hervorragenden Fleischprodukte schmecken so gut wie jedes Jahr! Die EM wird natürlich auch verfolgt, entweder in den eigenen vier Wänden oder beim Public Viewing auf dem Furtwangener Marktplatz, der zu einem überdimensionalen Sandhaufen samt Strandbar verwandelt worden ist. Tischreservierung erforderlich, wow, impressive!

Juli: Klausurenphase in Furtwangen. Der Ausnahmezustand ist ausgebrochen. Es wird viel gelernt, enger zusammengerückt und in Lerngruppen dann noch mehr gelernt. Ich kann mir meine Scheine in Mathe und Informatik aus dem alten Studium anrechnen lassen und habe deshalb etwas weniger zu tun als manch anderer. Trotzdem sind es acht Klausuren in drei Wochen. Die besten Noten schreibe ich in Spanisch (1.3) und Gestaltung (1.7). Die schlechtesten Noten sind am Ende die, die ich mir aus Abneigung (Mathe) und Faulheit (Informatik) habe anrechnen lassen…I can live with that. ;) Da ich alle Prüfungen bestanden habe, schiesse ich mir – wie vor den Klausuren vereinbart – zur Belohnung eine Playstation Portable (PSP) in der Final Fantasy VII: Crisis Core Limited Edition bei eBay: Ein großartiges Stück Technik und ich bin ruckzuck wieder drin in der faszinierenden Geschichte um Midgar.

August: Endlich Ferien! Und ich verbringe meine Zeit hauptsächlich mit dem Schauen der Olympischen Spiele in Peking, ich allerdings vor dem Fernseher in Hennef! Die deutsche Basketballnationalmannschaft kommt trotz der Unterstützung von NBA-Spieler Chris Kaman nicht über die Vorrunde hinaus, macht aber nix, das Turnier macht trotzdem Spaß! Das Baskets-Sommer-Grillfest mit den ersten Neuverpflichtungen wird mitgenommen und ich muss wie vor jeder neuen Saison ran und die Teamseiten von www.baskets.de aktualisieren. Sprich: Die Fragebögen an die neuen Spieler verteilen, auswerten/übersetzen und zudem pressetaugliche Profiltexte schreiben. Ich führe ausserdem das ein oder andere Interview mit den Neuzugängen. Die Vorfreude auf die neue Saison ist groß, der Kader scheint sehr stark zu sein. Meine Schwester macht die Biege und verschwindet zusammen mit zwei Freundinnen für einige Monate nach Australien, Work & Travel. Der neue Batman-Film “The Dark Knight” ist unglaublich gut und wird als Gesamtwerk eigentlich nur noch getoppt von der sensationellen Einzelperformance vom Joker, gespielt vom großartigen Heath Ledger (RIP). Der Rhein-Main-Cup in Rhöndorf leitet die neue Baskets-Saison ein und zwischendrin feiern meine Freundin und ich noch Äxels-Arabien-Style-Geburtstag in Aachen.

September: Endlich haben wir beide frei, da Martinas Praktikum bei Accenture in Frankfurt zuende ist, und nachdem ganz traditionell das Hansi-Witsch-Benefizturnier besucht wurde, geht es umgehend per VW T4-Campingbus vorbei an Furtwangen, über Zürich (Hallo Bully!) ins schöne Italien. Mein erster richtiger Besuch, der länger als ein Tag dauert, auf dem Festland von Pizza und Pasta. Vom Lago Maggiore geht es in den Süden über Mailand, an die Küste nach La Spezia, Carrara, Massa, und in die Toskana nach Viareggio, Lucca, Pisa und ins unglaublich schöne Florenz bei strahlendem Sonnenschein! Den haben wir leider nicht immer, oft ist es bedeckt, hin und wieder wird es nachts auch mal richtig ungemütlich regnerisch und stürmisch. Wir lassen uns die Laune aber nicht vermiesen, sondern heizen kurzerhand an einem Tag von Florenz nach Cavallino-Treporti, dem Festland vor Venedig, um dort die letzten Tage zu verbringen. Mit Souveniren bestückt und kaum zurück aus dem Urlaub überrasche ich Martina zu unserem Dreijährigen mit einer Fahrt nach Hamburg, inklusive Besuch des Musicals “König der Löwen” und der EPT Bracelet Party von Sebastian Ruthenberg auf der Reeperbahn. Ich kaufe mir eine schöne neue Northface-Jacke. Hamburg, I love you!

Oktober: Nicht nur, dass die Uni wieder anfängt, das Oktoberfest hört auch am ersten Wochenende im Oktober schon wieder auf und daher entscheiden sich Fidius, Fangio und ich kurzerhand Ares, der in München im Praxissemester ist, und dem beliebten Volksfest einen Besuch abzustatten. Wir fahren per MFG vor, Fangio kommt mit seinem neuen Rennwagen (Mini) nach und Martina stößt mit ihren Brüdern aus Bonn dazu. Riesen-Drama: Das extra bestellte Dirndl war nicht angekommen, eine Notlösung aber zum Glück schnell gefunden und dann das: Wir stehen morgens um 9 Uhr vor verschlossenen Schützen-Festzelt-Türen und Martinas Brüder sind noch reingekommen, OMG…Die anderen hatten sich unabhängig gemacht und riefen kurze Zeit später glücklich und betrunken aus einem der anderen Zelte an. Aber was bringt die Jammerei? Bier schmeckt schließlich auch draussen gut und die lockere, internationale Stimmung konnten wir auch noch zu Genüge erleben! Zurück in Furtwangen merke ich deutlich, dass dieses Semester ein anderer Wind weht und deutlich mehr Arbeit anfällt…

November: Stress, Stress, Stress…Ich komme aus der Arbeit kaum noch raus. Hier Projektmanagement-Meeting, da Vorbereitung des Hochschulballstandes der Horlogia (Musical-Motto: Tanz der Vampire, wird ein voller Erfolg!), alle zwei Wochen ein Video für das Cross Cultural Videoprojekt der Veranstaltung Medienkonzeption/Mediengestaltung drehen, GLF-Beiträge drehen und so weiter und so fort. Zwischendrin habe ich auch noch Geburtstag und meine Eltern besuchen mich und Martina ist zur Überraschung auch mit dabei! Ich kriege ein sehr geiles Chefmesser von WMF und das dazugehörige Bambus-Schneidebrett geschenkt und verstecke es seit dem so, dass keiner meiner Mitbewohner es benutzen zerstören kann…Am Ende des Monats finden Vertex, Gürken und ich trotzdem noch Zeit, um bei der Cluberöffnung von Gürkens Bruder Mario in Ulm vorbeizuschauen. Wirklich schicke Bude der Theatro Club! Für zwei Tage geht es dann noch nach München  um Berny, Martinas Bruder, zu verabschieden, der jetzt für einige Monate nach Indien geht, um dort in einem Krankenhaus zu arbeiten. Ich bekomme einen wahnsinnig geilen Adventskalender mit einem großen verpackten Geschenk pro Tag von meiner Freundin geschenkt und habe selbst nichts parat…Damn!

Dezember: Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht eine super Idee hätte und ordere ihr einen Tee-Adventskalender, der hinter jedem Türchen eine andere Teesorte verbirgt. Für einen Teefreak wie sie natürlich eine super Sache! Dezember gerettet! Ich sahne währenddessen täglich ein super Präsent nach dem anderen ab…Von Gutscheinen über favorisiertes Essen, bis hin zu Küchenutensilien ist alles dabei! BEST ADVENTSKALENDER EVER! :) Ich moderiere eine GLF-Sendung zusammen mit Paul und leite die folgende Sendung als Sendeleiter. Für beide Sendungen gibt es außerordentlich viel Lob! Nice! Es stehen wahnsinnig viele Weihnachtsessen an, u.a. drei Gänse an einem Abend beim Essen der Horlogia und zweimal in unserem Lieblingsgasthof der – wegen ihrer groß(en)artigen Steaks – allseits beliebten “Waldrast“! Trotz Vorbereitung der Präsentationen für Mediendidaktik (wir schrieben kurzerhand eine eigene Lernsoftware) und Projektmanagement (Is www.goandroid.de really coming?), schaffe ich es mich für ein Wochenende freizumachen und erlebe mit Vertex, Bass und Fidius unseren Fuxenbummel nach Basel, den wir im Casino und in den besten Restaurants der Stadt verbringen. ;) In den Weihnachtsferien geht es nach Hause und ich treffe ungewöhnlich viele alte Freunde (vor allem beim traditionellen Stufentreffen am 23.12. im Hennefer “Jaja”) wieder und unternehme viel mit ihnen. Weihnachten verläuft friedlich und schön, so wie es sein soll! Silvester feier ich mit Martina bei meinen alten Ilmenauer Studienkumpels und lasse das ereignisreiche Jahr 2008 bei einer koolen Party ausklingen!

Wow, ganz schön viel passiert dieses Jahr…Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen und habt durchgehalten!

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